Klassenrat, Schulparlament und demokratische Schulentwicklung zählen in einer inklusiven Gesellschaft zum "Kleinen Einmaleins" jeder Klassenleitung:
Demokratiepädagogik befördert die Deliberationsfähigkeit jede*r Schüler*in, vermittelt Selbstwirksamkeitserfahrungen und formt eine Gemeinschaft der Lernenden, die besser auf ein aktives Leben in der Demokratie vorbereitet sind. Die Teilnehmenden dieser Lernwerkstatt hospitieren in einem echten Klassenrat und lernen das demokratiepädagogische Instrumentarium in der Praxis (Primar- & Sekundarbereich) kennen. Die Voraussetzungen dieser Pädagogik werden mit philosophischen Theorien u.a. über Gleichheit, Werte und Demokratie analysiert. Teil der philosophischen Reflexion des Pädagogischen sind diverse Ansätze zur Betrachtung und Behandlung von sozialer Differenz. In praktischen Übungen, einer Hospitation an demokratiepädagogischen Leuchtturm-Schulen der Region, in Frei- und Gruppenarbeiten, Expert*innen-Befragungen im Seminar, kurzen Lektüren, Filmen und in Gesprächen mit Praktiker*innen entsteht handlungsorientierendes Wissen für die berufliche Praxis angehender Lehrer*innen.

– Lehramtsstudierende aller Schularten, Schulfächer und Altersstufen willkommen!

Zeit: Mittwoch 10 - 12 Uhr
Ort: Geb B3 1 Seminarraum 2.05

Ziel des Seminars ist die Verknüpfung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse mit fachdidaktischen Überlegungen auf der Basis gemeinsamer Fragestellungen.

Zentrale philosophische Frage- und Problemstellungen, die sich an den Inhalten des Philosophie- und Ethik-Lehrplans orientieren, werden zunächst aus fachwissenschaftlicher Sicht in ihrem systematischen und historischen Zusammenhang erarbeitet und dann schülerInnenadäquat aufbereitet.

Unter Zugrundelegung didaktischer Modelle werden die erörterten philosophischen Frage- und Problemstellungen reflektiert und in Unterrichtsgegenstände umgeformt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Entscheidung für die jeweiligen didaktischen Modelle und der Begründung dieser Entscheidungen. Auf diese Weise soll das fachphilosophische Wissen auf den Verständnishorizont von SchülerInnen bezogen werden.

Das Seminar ist Pflichtveranstaltung für die Lehramtsstudierenden.

Teilnahmevoraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des Seminars „Planung desPhilosophieunterrichts“ und des fachdidaktischen Blockpraktikums.

Benoteter Schein: regelmäßige Teilnahme und Mitarbeit sowie Hausarbeit.

Zeit: Freitag 14-16 Uhr
Ort: Geb. A2 3, Raum 0.09

Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage, wie Philosophieren im schulischen Kontext gelehrt werden kann.

Dem vorangestellt wird jedoch zunächst der ebenso spannenden Frage nachgegangen, zu welchem Zwecke dies überhaupt in Form eines Unterrichtsfachs geschehen sollte, was für Mensch und Gesellschaft gewonnen ist, wenn Schüler die Möglichkeit haben, Fächer wie Ethik und Philosophie zu wählen.

Dazu werden, auch unter Einbezug philosophischer Traditionen,Bildungsziele untersucht, verfassungsrechtliche und bildungspolitische Hintergründe beleuchtet und die Situation der Fächer in der schulischen Praxis betrachtet.

Ausgehend von diesen Bedingungen und einem daraus resultierenden Verständnis von Philosophie als Unterrichtsfach erfolgt eine Auseinandersetzung mit den wesentlichen didaktischen Modellen der Philosophie. Dabei können auch eigene Unterrichtserfahrungen aus dem semesterbegleitenden Praktikum vor dem Hintergrund der gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam reflektiert und gegebenenfalls alternative Ideen entwickelt werden.

Hilfreiche Literatur

  • Jonas Pfister, Peter Zimmermann (Hrsg.), Neues Handbuch des Philosophie-Unterrichts, 1. Auflage 2016, Bern : Haupt Verlag, 2016
  • Nida-Rümelin, Spiegel, Tiedemann (Hrsg.), Handbuch Philosophie und Ethik, Band 1: Didaktik und Methodik, 2. Auflage 2017, Paderborn: Ferdinand Schöningh, 2015
  • E. Martens, Methodik des Ethik- und Philosophieunterrichts.Philosophieren als elementare Kulturtechnik, Hannover, 3.Aufl., 2007


Zeit: Freitag 12-14 Uhr
Ort: Geb. A2 3, Raum 0.09