Heute ist das Leben der Menschen aus verschiedensten Staaten und Kontinenten deutlich enger miteinander verflochten als früher. Wir können Urlaub oder ein soziales Jahr in Afrika machen, unsere Kleidung wird überwiegend in Asien produziert, wir erfahren über das Fernsehen detailliert von Hungersnöten und Krisen in anderen Ländern und können auch von zu Hause durch globale Finanzströme Einfluss auf das Schicksal weit entfernter Menschen nehmen.

In diesem Seminar werden wir uns vielen ethischen Fragen stellen, welche die Globalisierung mit sich bringt. Die politische Philosophie beschäftigte sich traditionell überwiegend mit den ethischen Problemen einzelner Staaten. Welche ethischen Pflichten entstehen aber aus unserem Kontakt zu Menschen anderer Staaten? Insbesondere werden wir uns die Frage stellen, ob wir Hilfspflichten gegenüber Menschen aus der dritten Welt und gegenüber Flüchtenden ha-ben und wie diese Pflichten ggf. aussehen.

Das Seminar setzt die Fähigkeit voraus, englischsprachige Texte zu lesen. Es werden die Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens geübt.

Zeit: Freitag, 10–12 Uhr
Ort:  Geb. C5 2, Raum 2.02