In diesem Seminar wollen wir uns mit dem Begriff des Wohlergehens beschäftigen — damit, wie wir unser Wohlergehen maximieren und was das beste Leben für uns ist.

Um einen Zugang zu dem Thema zu erhalten, werden wir uns nach einer kurzen Einführung in die subjektiven Theorien des Wohlergehens primär mit Ulla Wessels’ Buch Das Gute: Wohlfahrt, hedonisches Glück und die Erfüllung von Wünschen auseinandersetzen. Wessels vertritt hier eine hybride Position zwischen einer hedonistischen und einer präferentialistischen Theorie des Wohlergehens, in der Lust und Wünsche eine zentrale Rolle spielen. Im ersten Teil des Seminars werden wir ein tieferes Verständnis ihrer Position und der involvierten Begriffe erlangen, wobei der Begriff der Wünsche und die mit ihm verbundenen Komplikationen im Mittelpunkt stehen. Im späteren Teil widmen wir uns dann den Problemen der Position. So werden wir uns im Laufe des Semesters unter anderem mit Fragen beschäftigen wie: (Warum) sind lustvolle Erfahrungen bzw. Wünsche alleine nicht ausreichend für Wohlergehen? Sind Wünsche, deren Erfüllung erst nach dem Tod stattfindet, relevant für unser Wohlergehen? Gibt es unvernünftige Wünsche und wenn ja, sind diese relevant für unser Wohlergehen? Kann mein stärkster Wunsch sein, dass mein stärkster Wunsch erfüllt wird?

Erfreulicherweise sind wir in der besonderen Situation, dass die Autorin des Buches zu unserem Fachbereich gehört und so könnten wir gegen Ende des Semesters auch eine Sitzung mit der Autorin einrichten.

Da wir das Buch voraussichtlich beinahe in Gänze lesen werden, empfehle ich, das Buch zu kaufen. Neben dem Buch sollen, wenn zeitlich möglich, an passenden Stellen Texte anderer Autoren diskutiert werden, die über Moodle bereitgestellt werden.

Zeit: Montag, 10–12 Uhr
Ort: Geb. E1 3, Raum 1.07