Dr. Niko Strobach
072859
Kernstellen aus Aristoteles' "Metaphysik"
(Zuordnung zum Grundkurs)
Bereich: C 1
Eignung: Primarstufe
Beginn: 18.10.1999
Zeit: Mo 11-13 Uhr
Raum: 225

Ziel dieses Proseminars ist es, anhand von ausgewählten Textausschnitten eine erste Bekanntschaft mit Aristoteles' theoretischer Philosophie und ihrer Fachterminologie zu vermitteln. Es sollen v.a. Ausschnitte aus der sogenannten "Metaphysik" gelesen werden, d.h. aus denjenigen Texten, die bei der Herausgabe von Aristoteles' Vorlesungsnotizen hinter der Physikvorlesung eingeordnet wurden.
Wenn es als Orientierungshilfe sinnvoll ist, wird auch der eine oder andere Blick in andere Schriften auf dem Programm stehen.
Griechischkenntnisse sind nicht erforderlich, wohl aber die Bereitschaft, sich im Laufe des Seminars auf Erklärungen griechischer Ausdrücke einzulassen: Aristoteles ist (anders als Platon) unübersetzbar, jede Übersetzung lediglich eine kommentierende Lesehilfe zum Originaltext.
Folgende Fragen sollen ansatzweise zur Sprache kommen, da Aristoteles sie sich stellt:
Was macht eine Aussage zu einer wahren oder falschen Aussage?
Wieso soll / kann / darf man sich eigentlich nicht widersprechen?
Kann man über etwas, das existiert, so allgemein sprechen, daß man darüber nur spricht, insofern es existiert?
Was macht etwas eigentlich zu etwas?
Was ist der Endpunkt aller Veränderung?
Wie kann Gott existieren?
Schwere Brocken also... Einen Proseminarschein gibt es für regelmäßige aktive Teilnahme (die Texte sind vor der Sitzung zu lesen!) und wahlweise
a) eine erfolgreich bestandene Abschlußklausur oder
b) eine Proseminararbeit (8-10 Seiten) oder
c) einen Essay (ca. 5 Seiten) + Prüfungsgespräch (15 min).

Textausschnitte liegen rechtzeitig zu jeder Sitzung im Seminarapparat Strobach und hinter meiner Homepage im Internet.

Vorbereitende Lektüre: Jonathan Barnes, Aristoteles. Es wird dringend von dem Versuch abgeraten, die "Metaphysik" in den Semesterferien allein durchzulesen.

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