Platon (ca. 427-347v.Chr.)

 

Sokrates - kurz vor seiner Hinrichtung - über den Sinn der Philosophie

Phaidon, 64a-70e, Ü: Schleiermacher

 

[Sokrates:] Euch Richtern [d.h. den Freunden] aber will ich nun Rede darüber stehen, daß ich mit Grund der Meinung bin, ein Mann, welcher wahrhaft philosophisch sein Leben vollbracht, müsse getrost sein, wenn er im Begriff ist zu sterben, [64a] und der frohen Hoffnung, daß er dort Gutes in vollem Maß erlangen werde, wenn er gestorben ist. Wie das nun so sein möge, Simmias und Kebes, das will ich versuchen euch deutlich zu machen. Nämlich diejenigen, die sich auf rechte Art mit der Philosophie befassen, mögen wohl, ohne daß es freilich die andern merken, nach gar nichts anderm streben als nur zu sterben und tot zu sein. Ist nun dieses wahr: so wäre es ja wohl wunderlich, wenn sie ihr ganzes Leben hindurch zwar sich um nichts anderes bemühten als um dieses, wenn es nun aber selbst käme, hernach unwillig sein wollten über das, wonach sie so lange gestrebt und sich bemüht haben.

Kebes (auflachend):] Beim Zeus, Sokrates, [b] wiewohl ich jetzt eben nicht im mindesten lachlustig bin, hast du mich doch lachen gemacht. Ich denke nämlich, wenn die Leute so dies hörten, würden sie glauben, dies sei ganz vortrefflich gesagt gegen die Philosophen, und würden gewiß gewaltig beistimmen - die bei uns ganz besonders -, es sei so, die Philosophen sehnten sich wirklich zu sterben, und sie ihrerseits wüßten auch, daß sie wohl verdienten, dies zu erlangen.

[Sok.:] Da würden sie auch ganz wahr sprechen [...], das eine ausgenommen, daß sie das recht gut wüßten. Denn weder wissen sie, wie die wahrhaften Philosophen den Tod wünschen, noch wie sie ihn verdienen und was für einen Tod. [c] Laßt uns nun, sprach er, jenen den Abschied geben, zu uns selbst aber sagen, ob wir wohl glauben, daß der Tod etwas sei?

[Simmias:] Allerdings[...]

[Sok.:] Und wohl etwas andres als die Trennung der Seele von dem Leibe? Und daß das heiße tot sein, wenn abgesondert von der Seele der Leib für sich allein ist und auch die Seele abgesondert von dem Leibe für sich allein ist? Oder sollte wohl der Tod etwas anderes sein als dieses?

[Simmias:] Nein, sondern eben dieses.

[Sok.:] So bedenke denn, Guter, ob auch dich dasselbe bedünkt wie mich; [d] denn hieraus, glaube ich, werden wir das besser erkennen, wonach wir fragen. Scheint dir, daß es sich für einen philosophischen Mann gehöre, sich Mühe zu geben um die sogenannten Lüste, wie um die am Essen und Trinken?

[Simmias:] Nichts weniger wohl, o Sokrates [...]

[Sok.:] Oder um die aus dem Geschlechtstriebe?

[Simmias:] Keineswegs.

[Sok.:] Und die übrige Besorgung des Leibes, glaubst du, daß ein solcher sie groß achte?Wie schöne Kleider und Schuhe und andere Arten von Schmuck des Leibes zu haben, glaubst du, daß er es achte oder verachte, [e] mehr als höchst nötig ist sich hierum zu kümmern?

[Simmias:] Verachten, dünkt mich wenigstens, wird es der wahrhafte Philosoph.

[Sok.:] Dünkt dich also nicht überhaupt eines solchen ganze Beschäftigung nicht um den Leib zu sein, sondern soviel nur möglich von ihm abgekehrt und der Seele zugewendet?

[Simmias:] Das dünkt mich.

[Sok.:] Also hierin zuerst zeigt sich der Philosoph [65a] als ablösend seine Seele von der Gemeinschaft mit dem Leibe vor den übrigen Menschen allen.

[Simmias:] Offenbar.

[Sok.:] Und die meisten Menschen meinen doch, o Simmias, wem dergleichen nicht süß ist und wer daran keinen Teil hat, dem lohne es nicht zu leben, sondern ganz nahe sei der am Totsein, der sich um die angenehmen Empfindungen nicht bekümmere, welche durch den Leib kommen.

[Simmias:] Du sprichst vollkommen recht.

[Sok.:]Wie aber nun mit dem Erwerb der richtigen Einsicht selbst, ist dabei der Leib im Wege oder nicht, wenn ihn jemand bei dem Streben danach zum Gefährten mit aufnimmt? [bl Ich meine so: Gewähren wohl Gesicht und Gehör den Menschen einige Wahrheit? Oder singen uns selbst die Dichter das immer vor, daß wir nichts genau hören noch sehen? Und doch, wenn unter den Wahrnehmungen, die dem Leibe angehören, diese nicht genau sind und sicher: dann die andern wohl gar nicht; denn alle sind ja wohl schlechter als diese; oder dünken sie dich das nicht?

[Simmias:] Freilich, sagte er.

[Sok.:] Wann also trifft die Seele die Wahrheit? Denn wenn sie mit dem Leibe versucht, etwas zu betrachten, dann offenbar wird sie von diesem hintergangen. - [c]

[Simmias:] Richtig.

[Sok.:] Wird also nicht in dem Denken, wenn irgendwo, ihr etwas von dem Seienden offenbar?

[Simmias:] Ja.

[Sok.:] Und sie denkt offenbar am besten, wenn nichts von diesem sie trübt, weder Gehör noch Gesicht noch Schmerz und Lust, sondern sie am meisten ganz für sich ist, den Leib gehen läßt und soviel irgend möglich ohne Gemeinschaft und Verkehr mit ihm dem Seienden nachgeht.

[Simmias:] So ist es.

[Sok.:] Also auch dabei verachtet des Philosophen Seele am meisten den Leib, [d] flieht von ihm und sucht für sich allein zu sein?

[Simmias:] So scheint es.

[Sok.:] Wie nun hiermit, o Simmlas? Sagen wir, daß das Gerechte etwas sei oder nichts?

[Simmias:] Wir behaupten es ja freilich - beim Zeus.

[Sok.:] Und nicht auch das Schöne und Gute?

[Simmias:] Wie sollte es nicht?

[Sok.] Hast du nun wohl schon jemals hiervon das mindeste mit Augen gesehen?

[Simmias:] Keineswegs [...].

[Sok.:] Oder mit sonst einer Wahrnehmung, die vermittels des Leibes erfolgt, es getroffen? Ich meine aber alles dieses, Größe, Gesundheit, Stärke, und, mit einem Worte, von allem insgesamt-, das Wesen, was jegliches wirklich ist; [e] wird etwa vermittels des Leibes hiervon das eigentliche Wahre geschaut, oder verhält es sich so: wer von uns am meisten und genauesten es darauf anlegt, jegliches unmittelbar selbst zu denken, was er untersucht, der kommt auch am nächsten daran, jegliches zu erkennen?

[Simmias:] Allerdings.

[Sok.:] Und der kann doch jenes am reinsten ausrichten, der am meisten mit dem Gedanken allein zu jedem geht, ohne weder das Gesicht mit anzuwenden beim Denken, noch irgendeinen anderen Sinn mit zuzuziehen [66a] bei seinem Nachdenken, sondern, sich des reinen Gedankens allein bedienend, auch jegliches rein für sich zu fassen trachtet, soviel wie möglich geschieden von Augen und Ohren und, um es kurz zu sagen, von dem ganzen Leibe, der nur verwirrt und die Seele nicht Wahrheit und Einsicht erlangen läßt, wenn er mit dabei ist. Ist es nicht ein solcher, o Simmias, der, wenn irgendeiner, das Wahre treffen wird?

[Simmias:] Über die Maßen hast du recht, o Sokrates [...].

[Sok.:] [b] Ist es nun nicht natürlich, daß durch dieses alles eine solche Meinung bei den wahrhaft Philosophierenden aufkommt, so daß sie auch dergleichen unter sich reden: ğEs wird uns ja wohl gleichsam ein Fußsteig heraustragen mit der Vernunft in der Untersuchung, weil, solange wir noch den Leib haben und unsere Seele mit diesem Übel im Gemenge ist, wir nie befriedigend erreichen können, wonach uns verlangt; und dieses, sagen wir doch, sei das Wahre. Denn der Leib macht uns tausenderlei zu schaffen wegen der notwendigen Nahrung, [cl dann auch, wenn uns Krankheiten zustoßen, verhindern uns diese, das Wahre zu erjagen, und auch mit Gelüsten und Begierden, Furcht und mancherlei Schattenbildern und vielen Kindereien erfüllt er uns; so daß recht in Wahrheit, wie man auch zu sagen pflegt, wir um seinetwillen nicht einmal dazu kommmen, auch nur irgend etwas richtig einzusehen. Denn auch Kriege und Unruhen und Schlachten erregt uns nichts anderes als der Leib und seine Begierden. Denn über den Besitz von Geld und Gut entstehen alle Kriege, und dieses müssen wir haben [d] des Leibes wegen, weil wir seiner Pflege dienstbar sind, und daher fehlt es uns an Muße, der Weisheit nachzutrachten, um aller dieser Dinge willen. Und endlich noch, wenn er uns auch einmal Muße läßt und wir uns anschicken, etwas zu untersuchen: so fällt er uns wieder bei den Untersuchungen selbst beschwerlich, macht uns Unruhe und Störung und verwirrt uns, so daß wir seinetwegen nicht das Wahre sehen können. Sondern es ist uns wirklich ganz klar, daß, wenn wir je etwas rein erkennen wollen, [e] wir uns von ihm losmachen und mit der Seele selbst die Dinge selbst schauen müssen. Und dann erst offenbar werden wir haben, was wir begehren und wessen Liebhaber wir zu sein behaupten, die Weisheit, wenn wir tot sein werden, wie die Rede uns andeutet, solange wir leben aber nicht. Denn wenn es nicht möglich ist, mit dem Leibe irgend etwas rein zu erkennen: so können wir nur eines von beiden, entweder niemals zum Verständnis gelangen oder nach dem Tode. Denn alsdann [67a] wird die Seele für sich allein sein, abgesondert vom Leibe, vorher aber nicht. Und solange wir leben, werden wir, wie sich zeigt, nur dann dem Erkennen am nächsten sein, wenn wir, soviel möglich, nichts mit dem Leibe zu schaffen noch gemein haben, was nicht höchst nötig ist, und wenn wir mit seiner Natur uns nicht anfüllen, sondern uns von ihm rein halten, bis der Gott selbst uns befreit. Und so rein der Torheit des Leibes entledigt, werden wir wahrscheinlich mit ebensolchen zusammen sein und durch uns selbst alles Ungetrübte erkennen, [bj und dies ist eben wohl das Wahre. Dem Nichtreinen aber mag Reines zu berühren wohl nicht vergönnt sein. Dergleichen, meine ich, o Simmias, werden notwendig alle wahrhaft Wißbegierigen denken und untereinander reden. Oder dünkt dich nicht so?

[Simmias:] Auf alle Weise, o Sokrates.

[Sok.:] Wenn nun [...] dieses wahr ist, o Freund, so ist ja große Hoffnung, daß, wenn ich dort angekommen bin, wohin ich jetzt gehe, ich dort, wenn irgendwo, zur Genüge dasjenige erlangen werde, worauf alle unsere Bemühungen in dem vergangenen Leben gezielt haben; so daß die [c] mir jetzt aufgetragene Wanderung mit guter Hoffnung anzutreten ist auch für jeden andern, der nur glauben kann dafür gesorgt zu haben, daß seine Seele rein ist.

[Simmias:] Allerdings [...].

[Sok.:] Und wird nicht das eben die Reinigung sein, was schon immer in unserer Rede vorgekommen ist, daß man die Seele möglichst vom Leibe absondere und sie gewöhne, sich von allen Seiten her aus dem Leibe für sich zu sammeln und zusammenzuziehen und soviel als möglich, sowohl gegenwärtig wie hernach, für sich allein zu bestehen, [d] befreit wie von Banden von dem Leibe?

[Simmias:] Allerdings. [...]

[Sok.:] Heißt aber dies nicht Tod, Erlösung und Absonderung der Seele von dem Leibe?

[Simmias:] Allerdings [...].

[Sok.:] Und sie zu lösen streben immer am meisten, sagte er, nur allein die wahrhaft Philosophierenden; und eben dies also ist das Geschäft der Philosophen, Befreiung und Absonderung der Seele von dem Leibe; oder nicht?

[Simmias:] Offenbar.

[Sok.:] Also wäre es ja, wie ich anfänglich sagte, lächerlich, wenn ein Mann, [e] der sich in seinem ganzen Leben darauf eingerichtet hätte, so nahe als möglich an dem Gestorbensein zu leben, hernach, wenn eben dieses kommt, sich ungebärdig stellen wollte. Wäre das nicht lächerlich?

[Simmias:] Wie sollte es nicht?

[Sok.:] In der Tat also, o Simmias, trachten die richtig Philosophierenden danach zu sterben, und tot zu sein ist ihnen unter allen Menschen am wenigsten furchtbar. Erwäge es nur so. Wenn sie [1.] auf alle Weise mit dem Leibe entzweit sind und begehren, die Seele für sich allein zu haben, [2.] geschieht dieses aber, dann sich fürchten und unwillig sein wollten; wäre das nicht die größte Torheit, wenn sie dann nicht mit Freuden dahin gehen wollten, [68a] wo sie Hoffnung haben, dasjenige zu erlangen, was sie im Leben liebten - sie liebten aber die Weisheit -, und des Zusammenseins mit demjenigen entledigt zu werden, was ihnen zuwider war? Oder sollte [...], wer [...] die Weisheit wahrhaft liebt und eben diese Hoffnung kräftig aufgefaßt hat, daß er sie nirgend anders nach Wunsch erreichen werde als in der Unterwelt, [b] den sollte es verdrießen zu sterben und er sollte nicht freudig dorthin gehen? Das muß man ja wohl glauben, Freund, wenn er nur wahrhaft ein Weisheitsliebender ist. Denn gar stark wird ein solcher dieses glauben, daß er nirgend anders die Wahrheit rein antreffen werde als nur dort. Wenn sich aber dies so verhält, wie ich eben sagte, wäre es nicht große Unvernunft, wenn ein solcher den Tod fürchtete?

[Simmias:] Gar große, beim Zeus [...].

[Sok.:] Also [...] ist dir auch das wohl ein hinlänglicher Beweis von einem Manne, wenn du ihn unwillig siehst, indem er sterben soll, daß er nicht die Weisheit liebte, [c] sondern den Leib irgendwie; denn wer den liebt, derselbe ist auch geldsüchtig und ehrsüchtig, entweder eines von beiden oder beides.

[Simmias:] Vollkommen verhält es sich so, wie du sagst.

[Sok.:]Wird nun nicht auch, o Simmias [...], was man Tapferkeit nennt, den so Gesinnten vorzüglich zukommen?

[Simmias:] Ganz gewiß wohl [...].

[Sok.:] Nicht auch die Besonnenheit, was auch alle Leute Besonnenheit nennen, sich von Begierden nicht fortreißen lassen, sondern sich gleichgültig gegen sie verhalten und sittsam, kommt nicht auch sie denen allein zu, welche den Leib am meisten geringschätzen und in der Liebe zur Weisheit leben? [d]

[Simmias:] Notwendig [...].

[Sok.:] Denn [...] wenn du nur recht betrachten willst die Tapferkeit und Besonnenheit der andern, so wird sie dir ganz wunderlich vorkommen.

[Simmias:]Wie das, o Sokrates?

[Sok.:] Du weißt doch [...], daß den Tod die andern alle unter die großen Übel rechnen.

[Simmias:]Allerdings.

[Sok.:] Ist es also nicht aus Furcht vor noch größeren Übeln, daß die Tapferen unter ihnen den Tod erdulden, wenn sie ihn erdulden?

[Simmias:]So ist es.

[Sok.:] Also weil sie sich fürchten und aus Furcht sind alle tapfer, bis auf die, welche die Weisheit lieben. Wiewohl das doch ungereimt ist, daß einer aus Furcht und Feigheit tapfer sein soll. [e]

[Simmias:]Freilich wohl.

[Sok.:] Und wie die Sittsamen unter ihnen? Hat es mit denen nicht dieselbe Bewandtnis? Aus irgendeiner Zügellosigkeit sind sie besonnen, wiewohl wir freilich sagen, dies sei unmöglich, aber doch geht es ihnen wirklich ganz ähnlich bei dieser einfältigen Besonnenheit. Denn aus Besorgnis, einiger Lust beraubt zu werden, und weil sie diese begehren, enthalten sie sich der einen, weil von anderen beherrscht, und wiewohl man das Zügellosigkeit nennt, [69a] von Lüsten beherrscht werden, begegnet ihnen doch, daß sie, von Lüsten beherrscht, andere Lüste beherrschen, und dies ist doch dem ganz ähnlich, was eben gesagt wurde, auf gewisse Weise aus Zügellosigkeit besonnen geworden zu sein.

[Simmias:]Das leuchtet ein.

[Sok.:] O bester Simmias, daß uns also nur nicht dies gar nicht der rechte Tausch ist, um Tugend zu erhalten, Lust gegen Lust und Unlust gegen Unlust und Furcht gegen Furcht austauschen, Größeres gegen Kleineres, wie Münzen; sondern jenes die einzige rechte Münze ist, gegen die man alles dieses vertauschen muß, die Vernünftigkeit, [b] und daß nur mit dieser in Wahrheit Tapferkeit besteht und Besonnenheit und Gerechtigkeit und überhaupt wahre Tugend, mit Vernünftigkeit, mag nun Lust und Furcht und alles übrige der Art dabei sein oder nicht dabei sein; werden aber diese abgesondert von der Vernünftigkeit gegeneinander umgetauscht, eine solche Tugend dürfte dann wohl immer nur ein Schattenbild sein und in der Tat knechtisch, nichts Gesundes und Wahres an sich habend, das Wahre aber gerade [c] Reinigung von dergleichen allem sein, und Besonnenheit und Gerechtigkeit und Tapferkeit und die Vernünftigkeit selbst Reinigungen. [...] Ob ich mich aber auf die rechte Weise bemüht und etwas vor mich gebracht, das werden wir, dort angekommen, sicher erfahren, wenn Gott will, binnen kurzem, wie mich dünkt. Dieses nun, sprach er, o Simmias und Kebes, ist meine Verteidigung darüber, daß euch zu verlassen und die hiesigen Gebieter, mir mit Recht nicht schwerfällt noch mich verdrießt, [e] weil ich dafür halte, auch dort nicht minder vortreffliche Gebieter und Freunde anzutreffen als hier. Bin ich also für euch überzeugender gewesen in meiner Verteidigung als für die athenischen Richter, so ist es gut.

[Kebes:] O Sokrates, das andere dünkt mich alles gar schön gesagt, [70a] nur das von der Seele findet großen Unglauben bei den Menschen, ob sie nicht, wenn sie vom Leibe getrennt ist, nirgend mehr ist, sondern an jenem Tage umkommt!

[Es folgen deshalb vier Argumente für die Unsterblichkeit der Seele]

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