Niko Strobach ist Professor für Analytische Philosophie an der Universität des Saarlandes.

Seine Forschungsschwerpunkte in der theoretischen Philosophie sind in systematischer Hinsicht Logik und Metaphysik, besonders die Philosophie von Raum und Zeit, und in historischer Hinsicht die antike Philosophie. Zu seinen Lehrgebieten in Saarbrücken gehören Logik, Ontologie und mittelalterliche Philosophie. In letzter Zeit interessieren ihn besonders Perspektivität und Perspektivenwechsel.

Er wurde 1969 in Braunschweig geboren, ging dort zur Schule, studierte in Münster und Edinburgh Philosophie und nebenher etwas Psychologie und Politikwissenschaft. Er wurde 1995 in Münster mit einer Arbeit zum Augenblick des Wechsels promoviert. Sie wurde 1998 im Verlag Kluwer in Dordrecht unter dem Titel "The Moment of Change" als Buch veröffentlicht. In seiner Zeit als wissenschaftlicher Assistent von Hermann Weidemann (Münster) und Bertram Kienzle (Rostock) arbeitete er an seiner Habilitationsschrift "Alternativen in der Raumzeit", mit der er sich 2005 in Rostock habilitierte. Sie wurde 2006 mit dem Wolfgang-Stegmüller-Preis der Gesellschaft für Analytische Philosophie (GAP) ausgezeichnet. Vor dem Wechsel nach Saarbrücken 2008 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Logik, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte (ZLWWG) in Rostock und vertrat Professuren in Rostock (Formale Philosophie), Dresden (Logik und Wissenschaftstheorie) und an der HU Berlin (Philosophie der Antike und der Gegenwart).

Er ist Mitglied der GAP und der Gesellschaft für antike Philosophie (GanPh), des steering committee der ESAP und des wissenschaftlichen Beirats der MSH lorraine. Seit 2009 ist er, neben Barry Smith, Direktor des IFOMIS. Seit 2001 ist er Mitherausgeber der Reihe "Einführung Philosophie" der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt.

Niko Strobach ist verheiratet, kocht gern, reist gern und macht Musik.